Grabgestaltung

Bei der Grabgestaltung soll den Hinterbliebenen ein möglichst großer Freiraum für die Umsetzung individueller Wünsche gegeben werden. Die einzelne Grabstelle ist aber gleichzeitig auch Teil des Grabfeldes und des gesamten Friedhofes. Insofern sollen sich die einzelnen Grabstellen harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofs einfügen.

Einige wichtige Einschränkungen der individuellen Gestaltungsfreiheit sind deshalb in den einzelnen Friedhofssatzungen festgeschrieben. Darüber hinaus wurden durch den friedhofsgärtnerischen Berufsstand 1971 Richtlinien zur Grabgestaltung und Grabpflege erarbeitet, die heute einen hohen Verbindlichkeitsgrad erreicht haben. Insbesondere wird in diesen Richtlinien das Verhältnis von Wechselbepflanzung zur Rahmenbepflanzung und bodendeckenden Gehölzen bzw. Stauden geregelt.

Grabschmuck

Schalen sind neben Kränzen und Gedenksträußen eine weitere Alternative, wenn es darum geht, gegenüber dem Verstorbenen seine Verbundenheit auszudrücken. Schalen können entsprechend mit Frühjahrs-, Sommer- oder Herbstblumen gestaltet werden. Fragen Sie einfach Ihren Friedhofsgärtner.

Grabhügel

Nach einer Beisetzung erfolgt häufig die provisorische Herrichtung der Grabstätte als Hügel. Hintergrund für diese Hügelaufmachung, die meist für einen Zeitraum von ca. einem halben Jahr angelegt wird, ist die Tatsache, dass nach der Beisetzung entstehende Hohlräume um den Sarg Zeit haben, sich zu setzen.

Grabneuanlage

Die Neuanlage ist die erste grundlegende Arbeit nach einer Beisetzung. Hierbei sollten die Boden-, Licht- und Klimabedingungen für ein optimales Gedeihen der Pflanzen berücksichtigt werden. Bei der Pflanzenauswahl ist auf eine harmonische Zusammensetzung von Farben und Formen in Verbindung mit dem ausgewählten Grabmahl zu achten. Eine Grabneuanlage beinhaltet sowohl die fachliche Beratung bei der Auswahl der optimalen Pflanzen als auch die Ausführung dieser Dienstleistung durch Ihren Friedhofsgärtner.

Qualitätskriterien / Gütezeichen

Das Qualitätszeichen ist eine Auszeichnung für Betriebe, die eine bestimmte Qualifikation nachweisen können. Die Überprüfung der Betriebe durch eine neutrale und unabhängige Kommission wird damit zu einem Leistungsbeweis für einen Friedhofsgärtner-Betrieb.

Die Qualitätskontrolle umfasst die Grabgestaltung nach den Gestaltungsrichtlinien des Bundes deutscher Friedhofsgärtner. Weiterhin wird - falls vorhanden - die Trauerbinderei und/oder die Trauerdekoration einschließlich der Verwendung von kompostierfreundlichen Materialien sowie das Blumenfachgeschäft bzw. das Büro (die Annahmestelle) geprüft.